Kieselgur (Diatomeenerde) 
Weiches Sedimentgestein aus den fossilen Schalen von Kieselalgen (einzellige Algen), überwiegend amorphes Siliciumdioxid; als feines Pulver erhältlich.
Merkmale
- Laut der von Ecoagro (Mexiko) veröffentlichten Analyse enthält es rund 90 % amorphes Siliciumdioxid (SiO₂) sowie Ton und Spurenminerale; der Hersteller nennt 38 Spurenelemente.
- Vom Hersteller hervorgehobener Vorteil: eine natürliche Quelle pflanzenverfügbaren Siliciums, für alle Kulturen, Böden und Substrate.
- Wird direkt auf den Boden oder in Wasser aufgeschwemmt ausgebracht.
- Ein Reisversuch (Indien, 2018) untersuchte es als Siliciumquelle mit 150–600 kg/ha; die Autoren halten weitere Forschung zur Nutzung als Silicium-Dünger für nötig.
- Ecoagro verwendet es zusammen mit Gesteinsmehl in seinen festen und flüssigen Mischungen.
Rolle in der Zubereitung: Vom Hersteller angegebene Mengen: Boden 5–6 kg/ha mit 60 L Flüssigmischung; Blatt 4–5 kg/ha mit 20 L Mischung.
Vorsicht: Sehr feines Pulver: Staubmaske und Schutzbrille tragen. Kalzinierte Kieselgur kann kristallines Siliciumdioxid enthalten, das beim Einatmen gefährlich ist; die natürliche (nicht kalzinierte) Form bevorzugen.
Quellen: Ecoagro (Guamúchil, Sinaloa, México) — ficha técnica «Algas diatomeas» · Wikipedia — Diatomaceous earth · Sandhya, Prakash & Meunier (2018) — Diatomaceous earth as source of silicon, rice, Southern India (SciELO) · Remineralize the Earth — The Ecoagro Revolution in Mexico (2018)
Dokumentarische Information: keine Anwendungsempfehlung und keine Pflanzenschutz- oder Tierarzneiaussage. Prüfe vor jeder Verwendung die Vorschriften deines Landes.
